dispossession/ reappropriation

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Werkleitz Jubiläums Festival 2013 Utopien vermeiden

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Utopien vermeiden Ausstellungsparcours
dispossession/ reappropriation
2009-2013
Ghardaia, 2009, © Kader Attia
dispossession/ reappropriation, 2013, © Kader Attia
dispossession/ reappropriation, 2013, © Kader Attia
© Wieland Krause
dispossession/ reappropriation, 2013, © Kader Attia
© Jeno Eugène Detvay

Grundlegend für die allegorischen Arbeiten von Kader Attia (*1970) ist das Konzept der kulturellen Wiederaneignung [cultural reappropriation]. Das vielschichtige Werk des in Frankreich geborenen Künstlers algerischer Abstammung geht aus Recherchen zur Identitäts- und Mentalitätsgeschichte der westlichen und östlichen Welt hervor, deren komplexe Beziehungen eng mit der Kolonialgeschichte verwoben sind und den Künstler seit seiner Kindheit auf zahlreichen Reisen zwischen Europa und Afrika begleiten. Die Arbeit dispossession/reappropriation (2009/2013), die Attia eigens für das Werkleitz Festival anfertigte, visualisiert Repräsentationskontexte, die sich auf Kernfragen nach dem Wesen des Menschen konzentrieren. Einer geradezu unwirklichen Fotografie, die der Künstler im Jahr 2009 in der Oasenlandschaft des algerischen Ghardaïa, 600 Kilometer entfernt von Algier, inmitten der Wüstenlandschaft der Sahara aufgenommen hat, steht eine kürzlich entstandene, auf dem Areal des Holzplatzes in Halle/Saale fotografierte Arbeit gegenüber, die wie ein Memento mori wachsende Natur inmitten einer alten, industriellen Bausubstanz abbildet. Beide Aufnahmen werden als Leuchtkästen präsentiert, wie sie überwiegend aus Reklamekontexten bekannt sind.

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