Die Heinzelmännchen

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Die Heinzelmännchen
BRD 1962

Dieser Auftragsfilm des DGB Filmdienstes ist nach einem Drehbuch von Boris Borresholm gestaltet, einem Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests von 1962. Der Regisseur Gerhard Fieber, der seine Karriere unter den Nazis begonnen hatte, baute mit dem Zeichenfilmstudio EOS-Film eine der größten westdeutschen Trickfilmproduktionen der Nachkriegszeit auf. Später setzte Fieber die von Wolf Gerlach entworfenen ZDF-Mainzelmännchen ins bewegte Bild. Der Sage von den Kölner Hausgeistern entsprechend verrichten die Heinzelmännchen im gleichnamigen Film die schwere körperliche Arbeit des Bergbaus und der Industrie. Sie verdienen sich immer mehr freie Stunden draußen in der Natur. Doch die Automatisierungswelle überrollt nicht nur ihre Arbeitswelt, auch die Erholung unterliegt schnell dem Takt der neuen Konsumgeräte und elektronischen Medien. Im Gegensatz hierzu plädiert der Film mit seiner zugespitzten Kritik am Fortschrittswahn der 1960er Jahre für eine „sinnvolle Freizeit“ durch den Besuch von Bildungs-, Sport- und Kulturangeboten.

11 min

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