Das Volk fordert den Sturz des Bildes

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Filmprogramm
Das Volk fordert den Sturz des Bildes
26. 10. 2013

kuratiert von:

anwesend:

Matthias Fritsch (FilmemacherIn)
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Tausende und Abertausende von Menschen gehen auf die Straße. Seit 2010 kommen die neuen weltweiten Protestwellen nicht mehr zum Stillstand. Von der Londoner Studentenbewegung, den Revolutionen im Mittleren Osten und in Nordafrika bis zu den kürzlich entfachten Protesten in Istanbul – BürgerInnen geben ihre Unzufriedenheit kund und fordern mehr politische Mitbestimmung. Ihre neue Waffe: die Kamera. Mobiltelefone, iPads, kleine Digitalgeräte und professionelle High-Definition-Kameras dienen als Augenzeuge, Informationsquelle, Wahrheitsbeweis. Diese Bilderflut von unten bildet ein Gegennarrativ zu den offiziellen Medien. Wie visuelle Magneten ziehen diese Bilder Tausende von Blicken an, Körpergruppen sammeln sich um sie, ein neues Publikum entsteht, das auf die Straße geht, wo wieder neue Bilder entstehen. Die Bilder wachsen über sich selbst hinaus, sie bilden einen neuen affektiven, kollektiven, politischen Raum, sie werden und machen aktiv.

Das Programm Das Volk fordert den Sturz des Bildes, dessen Titel sich aus einem der bekanntesten Slogans des sogenannten Arabischen Frühlings, „El shab youreed eskat el nizam!“ (Das Volk fordert den Fall des Regimes!), ableitet, zeigt Filme, die die Umdefinierung des Filmmediums von einer flachen Bildprojektion zu einem aktiven, sozialen Raum anschaulich und erlebbar machen.

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