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Da zdravstvuyet Meksika! / Que Viva Mexico!
MX, SU 1930-32/1979

Man sagt, „in Mexiko lachen sie über den Tod“. Death Can Dance 1 präsentiert als Ausgangspunkt den klassischen Film Que Viva Mexico des russischen Filmemachers Sergei Eisenstein, gefilmt 1931-32 und erst 1979 von seinem Freund und Ko-Regisseur Grigori Alexandrov fertiggestellt. Im Kontext von Death Can Dance ist die moderne Darstellung der Unterordnung unter die Idee des Todes in der mexikanischen Kultur interessant. Der Prolog reflektiert über die historischen Pyramiden und die ‚heidnischen‘ mexikanischen Beisetzungsriten. Der Teil Fiesta zeigt das karnevalhafte jährliche Gedenken an die Kolonialisierung Mexikos durch die Spanier, die im 16. Jahrhundert katholische Kirchen buchstäblich auf mexikanische Pyramiden bauten. Der faszinierende und bedeutsame Epilog stellt die traumatische koloniale Geschichte der jährlichen Feier des „Tages des Todes“ am 1. und 2. November gegenüber, der im Gedenken an die Vorfahren gefeiert wird. Hier werden Fiesta-Riten auf Friedhöfen gefeiert, Totenköpfe und Särge aus Zuckerwerk werden an Freunde verschenkt, und Teufel, grausame Spanier, Skelette, Madonnen und alte Gottheiten tanzen. Sie erinnern daran, dass unter jedem Hut ein Totenschädel ist.

(Solvej Helweg Ovesen & Melvin Moti: Death Can Dance1)

Der sowjetische Regisseur, Filmtheoretiker und Schriftsteller, Sergej Michailowitsch Eisenstein (1898 -1948), ist bekannt z. B. für seinen Film Oktiabr (Oktober, 1928) über die Russische Revolution von 1917. Eisenstein war dem Marxismus zu tiefst verpflichtet. Während seine frühen Werke vom Parteiprogramm der kommunistischen Partei beeinflusst waren, wurden spätere Arbeiten zensiert, wie z. B. ‚Que Viva Mexico‘. Typisch für Eisenstein sind kurze und starke Erzählungen und Filmmontage im Stil der Agitprop. 
Courtesy Progress Film-Verleih

Sergei Eisenstein & Grigori Alexandrov, MX 1930-32/SU 1979, 84 min, russisch mit dt voice over

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