CAPITAL OF THE WORLD

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CAPITAL OF THE WORLD
AU/DE 2015

Ihr aktuelles Forschungsprojekt beginnen Wachter und Jud in Australien, wo Bootsflüchtlinge in geheimen, militärischen Aktionen auf See abgefangen, deportiert und rechtswidrig jahrelang interniert werden. Wachter und Jud laden die Marginalisierten ein, gemeinsam spezifische Werkzeuge zu entwickeln, die ein machtpolitisches Dispositiv enthüllen und fatale Mauern des Schweigens überwinden. In Australien entstand eine Kunstinstallation LANDUNG IN AUSTRALIEN, die eine Kommunikationsoption über die Gefängnismauern hinweg erlaubt. 

Auch in Griechenland arbeiten Wachter und Jud mit abgedrängten Asylsuchenden und AktivistInnen. In den Mittagsstunden des 10. September 2015 erreichten 48 Männer, Frauen und Kinder mit dem DINGHY FROM LESBOS die griechische Insel Lesbos. Unzählige solche Boote sind in den letzten Monaten in See gestochen, viele sind gesunken und haben hunderte Menschen in den Tod gerissen. Pressebilder zeigen Menschengruppen, die ganz auf sich gestellt Europa durchqueren. Damit wird eine Flüchtlingskrise illustriert, die stets eine Kluft wiederholt zwischen den Privilegierten mit Flugtickets und Visas, und jenen, denen die existenzielle Grundsicherung verweigert wird. Das DINGHY FROM LESBOS belegt, wie sich Europa mit Grenzzäunen, Drohnen und Küstenwachen von den Kriegs- und Krisenopfern abgrenzt.

Partizipative Recherche, multimediale Installation

Stipendium: Februar–April 2015, Queensland University of Technology (AU)

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