Atlas – Im Spiralnebel der Moderne

Aktivitäten zum Bauhausjubiläum
Atlas – Im Spiralnebel der Moderne
25. 5. bis 10. 6. 2019
DE 2019
Atlas, Installationsansicht, 2019
© Werkleitz 2019, Foto: Falk Wenzel
Atlas, Installationsansicht, 2019
© Werkleitz 2019, Foto: Falk Wenzel
Atlas, Installationsansicht, 2019
© Werkleitz 2019, Foto: Falk Wenzel
© Werkleitz 2019

Ein Atlas ist ein Bilderalbum der Welt. Der Atlas zu Modell und Ruine ist begehbar und wurde in die Kuppel des Mausoleums im Georgium gebaut. Die Ansammlung von „Sehmaschinen“ und „Bilderfahrzeugen“ erzählt aus heutiger Sicht verschiedene Geschichten dessen, was wir Moderne und Gegenwart nennen. Dabei bedient sich die Inszenierung eines medienhistorischen Tricks: Mittels älterer analoger Medientechnologien, wie Diorama, Zoetrop oder Rollkartei, werden Funktionsweisen der heutigen, meist digitalen Medien erfahrbar. Wir treten gleichsam einen Schritt zurück, um besser sehen zu können.

Zentrale Inspiration ist der Mnemosyne-Atlas des 1929 verstorbenen Kunsthistorikers Aby Warburg und seine Untersuchung des „Nachlebens“ von Formen, Ausdrucks- und Verhaltensweisen aus verschiedensten Zeiten bis in unsere Gegenwart. Auch der Begriff „Bilderfahrzeuge“ stammt von Warburg. Er meint reproduzierbare und transportable Bildträger, wie Münze oder Briefmarke, die das auf ihnen Abgebildete in der Welt verbreiten.

Die verschiedenen Stationen des Atlas laden zum aktiven Sehen ein. Je nach Standpunkt, Blickwinkel und Kontext verändert sich der Gegenstand der Betrachtung. Slotmachine, Schreibtisch und Kopfkino, Diorama, Planschrank und Wundertrommel warten auf ihre Aktivierung und neue Verknüpfungen. Machen Sie sich auf die Reise und entdecken Sie erinnerte und imaginierte, erträumte oder gefürchtete Bilder im Spiralnebel der Moderne.

Kooperationspartner:
Förderverein Mausoleum e. V. Dessau, Stadtarchiv Dessau-Roßlau und der Tierpark Dessau

Explore