Alle für Arbeit

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4. Werkleitz Biennale real[work]
Alle für Arbeit
DE 1998

Alle für Arbeit ist ein beschwingtes und beklemmendes Polit-Musical, das die Geschichte einer jungen Frau, einer „Studierten“ erzählt. Sie versucht in einer auf Arbeit gleichgeschalteten Gesellschaft ihren Platz zu finden. Ihr sprechender Gymnastikball gibt gutgemeinte, wenn auch wenig konstruktive Ratschläge zur Optimierung ihres Outfits, während der Beamte beim Arbeitsamt ihr zunehmend rüde das Versagen vor Augen hält. Als ihre Nachbarin, Reporterin beim Arbeit-Propaganda-Sender, sie bei dem letzten Versuch, eine lächerliche Tätigkeit als lebende Schaufenster-Dekoration anzunehmen, kompromittiert, entführt sie diese kurzerhand mit einer Bohrmaschine und wird so unverhofft zum Medienstar. Nachdem sie mit der Entführungsaktion erfolgreich den Arbeitsminister unter Druck gesetzt hat, und er ihr einen Job vermittelt hat, sieht man sie in einer Kantine die Reste von Tellern abputzen. Der Arbeitsminister hingegen hat seinen Job durch den Skandal verloren und erschießt sich.

Malika Ziouech, DE 1998, Alle für Arbeit, 35 mm, Farbe

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