Alle für Arbeit

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4. Werkleitz Biennale real[work]
Alle für Arbeit
DE 1998
Alle für Arbeit
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In den eigentlichen Räumen des Jugendclubs selbst wurde neben den Fotografien von Stefan Panhans und der Malerei Frauke Gerhards der Film „Alle für Arbeit” von Mailka Ziouech gezeigt, ein beschwingtes und beklemmendes Polit-Musical, das die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die nach ihrer Ausbildung auf Jobsuche ist. Sie versucht in einer auf Arbeit gleichgeschalteten Gesellschaft ihren Platz zu finden. Ihr sprechender Gymnastikball gibt gutgemeinte, wenn auch wenig konstruktive Ratschläge zur Optimierung ihres Outfits, während der Beamte beim Arbeitsamt ihr zunehmend rüde das Versagen in Bezug auf die Anforderungen von Jugend, Dynamik und Berufserfahrung vor Augen hält. Als ihre Nachbarin, Reporterin beim Arbeit-Propaganda-Sender, sie bei ihrer letzten Chance, zumindest eine lächerliche Tätigkeit als lebende Schaufenster-Dekoration ausführen zu dürfen, ertappt und kompromittiert, entführt sie diese kurzerhand mit einer Bohrmaschine und wird so unverhofft zum Medienstar. Mit ihrer Entführungsaktion setzt sie, erfolgreich, den Minister für Arbeit unter Druck, so dass er ihr einen Job verschafft. Nach einem triumphalen Showdown sieht man sie voller Hingabe für ihre Tätigkeit in einer Kantine die Reste von Tellern abputzen.

Der Film wurde im Jugendclub als Video auf einem gegenüber einer Sitzgruppe aufgestellten Monitor gezeigt. Die Originalfilmversion lief ebenfalls in einer Matinee-Sondervorführung im Filmprogramm der Biennale.

Malika Ziouech, DE 1998, Alle für Arbeit, 35 mm, Farbe

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