After the Never Existing (Vision of a Utopian Slum Center) / Dead Adv (Visual Aid No. 4a)

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Werkleitz Jubiläums Festival 2013 Utopien vermeiden

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Utopien vermeiden Ausstellungsparcours
After the Never Existing (Vision of a Utopian Slum Center) / Dead Adv (Visual Aid No. 4a)
After the Never Existing (Vision of a Utopian Slum Center), 2013, © Tamás Kaszás
After the Never Existing (Vision of a Utopian Slum Center), 2013, © Tamás Kaszás
© Wieland Krause
After the Never Existing (Vision of a Utopian Slum Center), 2013, © Tamás Kaszás
© Wieland Krause
Dead Adv (Visual Aid No. 4a), 2013, © Tamás Kaszás
© Wieland Krause
Dead Adv (Visual Aid No. 4a), 2013, © Tamás Kaszás
© Wieland Krause
Dead Adv (Visual Aid No. 4a), 2013, © Tamás Kaszás
© Jeno Eugène Detvay

Im Jahr 1922 malte der ungarische Künstler, Schriftsteller, Publizist und „Aktivist“ Lajos Kassák (1887–1967) einen Zeitungskiosk, der neben einem Raum für den Verkauf auch aufragende Werbeflächen in signifikanten Farben und mit kantigen Lettern vorsah.

Für das Werkleitz Jubiläums Festival konstruiert der ungarische Künstler Tamás Kaszás (*1976) als Außenarbeit den Kiosk entsprechend Kassáks Vorlage, jedoch in einer verkleinerten Version. Kaszás, der in seinen Arbeiten vielfach eine nachutopische Perspektive auf die Moderne richtet, verwendet hierfür einfaches und recyceltes Material. Die Werbeflächen sind in Auflösung begriffen, die Regale leer, der Kiosk wirkt wie eine Ruine. Scheiterte die Warenästhetik, die Utopie oder beides? Was andernorts als „Favela-Stil“ vermarktet wird, erscheint bei Kaszás’ Installation als Effekt eines projizierten Vergangenseins einer auf Kapitalismus und Moderne fußenden Gesellschaftsordnung.

In einer zweiten Arbeit im Inneren der Technikhalle verweist Kaszás auf entsprechende Zeichen der Gegenwart: Die Installation zeigt u. a. Bilder von leeren Werbedisplays, wie sie derzeit in durch wirtschaftliche Krisensymptome charakterisierten Ländern zu finden sind.

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