A-Clip 1998: Respeto y Justicia!

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4. Werkleitz Biennale real[work]
A-Clip 1998: Respeto y Justicia!
DE 1998

„Respeto y Justitia“ wurde vom FrauenLesben-Bündnis zur Unterstützung illegalisierter Migrantinnen im Rahmen der A-clips produziert, die im Werbeblock kommerzieller Kinos liefen.

Von Gesetzen, Behörden, Medien und der Bevölkerung werden Flüchtlinge und MigrantInnen, die ohne Papiere in Deutschland leben, „illegal“ genannt. Tatsächlich werden sie jedoch von der hier vorgegebenen politischen Situation zu einem Leben in der „Illegalität“ gezwungen, also illegalisiert. Es gibt verschiedenste Ursachen für ein Leben in der „Illegalität“, zum Beispiel: abgelehnte Asylanträge (inzwischen werden so gut wie keine Asylanträge anerkannt), abgelaufene Duldungen von Flüchtlingen aus Bürgerkriegsgebieten, Entzug des Aufenthaltsrechts durch strafrechtliche Verurteilung, abgelaufene Visa, nicht erneuerte Arbeitsbewilligungen,Verlust des Aufenthaltsrechts durch Scheidung.
Illegalisierte Frauen sind in besonderer Weise mit sexistischer und rassistischer Diskriminierung konfrontiert. Häufig nutzen „Arbeitgeber“ die ungesicherte Situation von Frauen ohne Papiere aus - z. B. bekommen viele Frauen für ihre Arbeit keinen Lohn ausgezahlt.
Wir sind ein Zusammenschluss von FrauenLesben-Gruppen. Wir unterstützen illegalisierte Frauen und deren Kinder dabei, ihren Alltag zu organisieren. Nötig dafür sind Wohnungen, Arbeit, medizinische Versorgung, Rechtsvertretung, Geld zum Leben (Zum Konzept der A-clips, siehe: Katalog Sub Fiction, Band 1, Werkleitz 1998).

A-clip, DE 1998, 2 min, col

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